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Die Hospizbewegung

Hospize gab es schon im Mittelalter. Zum einen waren es Unterkünfte für mittellose Kranke und Sterbende, zum anderen waren es Raststätten auf beschwerlichen und gefährlichen Pilgerstraßen - sie wurden meist von Mönchen unterhalten.

Die moderne Hospizbewegung wurde durch die englische Ärztin Dr. Cicely Saunders begründet. Sie eröffnete 1967 in London das erste stationäre Hospiz. Ihr Ziel war es, den todkranken Menschen ein würdevolles Sterben zu ermöglichen und zwar dadurch, dass die letzte Lebensphase durch palliativ-pflegerische und palliativ-medizinische Versorgung möglichst beschwerdefrei gemacht wurde, dass die Sterbenden und deren Angehörige seelisch, sozial und spirituell unterstützt wurden und dass das Sterben weder künstlich verlängert noch verkürzt wurde. Dabei vergaß Cicely Saunders auch nicht, die Angehörigen nachhaltig zu betreuen.

Diese Idee hat sich in Deutschland und weltweit ausgebreitet. So gibt es inzwischen flächendeckend in Deutschland ambulante Hospizdienste, viele stationäre Hospize und noch mehr Palliativstationen. Zur Zeit  werden vermehrt "Spezialisierte Ambulante Palliativ-Versorgungen (SAPV)" eingerichtet -  für unseren Bereich des Landkreises Straubing-Bogen wurde die Pallidomo gGmbH gegründet. Dadurch soll erreicht werden, dass die Patienten medizinisch und pflegerisch gut versorgt möglichst zu Hause oder in Heimen sterben können.

Link zu  Pallidomo GmbH

Stationäre Hospize in der Umgebung des Landkreises Straubing-Bogen:

St. Ursula Hospiz Niederalteich:
Tel. 09901/9003103, Web-Link hier
Johannes-Hospiz Ostbayern (Regensburg-Pentling):
Tel. 0941 89935-501, Web-Link hier
Hospiz Vilsbiburg:
Tel. 08741/94949-0, Web-Link hier

Die Hospiz- und Palliativversorgung hat den schwerstkranken und sterbenden Menschen mit seinen ihm Nahestehenden im Blick. Lange bevor der Patient sterbend ist, treten im Krankheitsverlauf Fragen, Unsicherheiten und Entscheidungssituationen auf, in der eine Beratung hilfreich sein kann. Deshalb sind Einrichtungen der Hospiz- und Palliativversorgung nicht nur Ansprechpartner in der Endphase einer Erkrankung.

Die WHO hat 2002 die Definition von Palliative Care wie folgt beschrieben: