Start Trauerbegleitung Kindertrauer

Kinder- u. Jugendlichentrauer - Einzelbegleitung

Kinder und Jugendliche trauern anders als Erwachsene. Der Trauerprozess verläuft nicht kontinuierlich. Ihrem Wesen entsprechend sind ihre Gefühle zwar ernst und tief, aber nicht so konstant wie bei den Erwachsenen.
Das trauernde Kind löst sich immer wieder von dem Geschehen und nimmt Gefühle auf, die in seiner Umwelt vorherrschen. Es lässt sich von Spielkameraden, Musik, Spiel und Sport ablenken, "vergisst" sozusagen kurzfristig die Trauer und nimmt wieder am Leben teil.
Erst wenn es wieder still wird, kommt die Trauer zurück.
Auf den Erwachsenen wirkt dieses Verhalten oft widersprüchlich und irritierend und so wird die Trauer des Kindes oft nicht ernst genommen. "Kinder vergessen schnell", heißt es dann gern. Diese Ansicht ist falsch und erschwert den Umgang mit dem trauernden Kind, denn die scheinbare Sprunghaftigkeit des kindlichen Trauerns ist ein natürlicher Schutzmechanismus, der es dem Kind gestattet, von der Trauer nicht erdrückt zu werden.
Dieser Mechanismus schützt die kindliche Seele vor Überlastung.

Das Anliegen der Trauerbegleitung bei Kindern besteht darin:
Den Tod in das Leben so zu integrieren, dass der Verstorbene nicht vergessen wird, der Verlust jedoch nicht das weitere Leben des Kindes bestimmt.

Weitere Informationen erhalten Sie bei unserer Koordinatorin Helene Giglberger, Dipl.-Soz.Päd.(FH), Palliative Care Fachkraft, Tel. 01520/4919889.

Der Hospizverein begleitet:

  • Kinder, die ein Elternteil, Großeltern, Geschwister verloren haben
  • Kinder, bei denen ein Elternteil oder Geschwister lebensbedrohlich erkrankt ist
  • Kinder, die eine lebensbedrohliche Krankheit haben

 

Kindertrauergruppe

"Kinder sind in ihrer Trauer auf Erwachsene angewiesen, die sie sensibel wahrnehmen, denen sie sich mitteilen können und die sie durch Informationen, Aumerksamkeit sowie Zuwendung bei der Bearbeitung ihrer individuellen Trauer unterstützen." (aus "Kindergruppen leiten - ein Handbuch", Gütersloher Verlagshaus 2013, Stephanie Witt-Loers, Birgit Halbe).

In der Kindertrauergruppe werden trauernde Kinder von qualifizierten und erfahrenen Trauerbegleitern durch Gespräche, Textimpulse, Musik und kreative Angebote in ihrem individuellen Trauerprozess begleitet. Hier bekommen sie Raum für den Ausdruck ihrer Gefühle und Erinnerungen. Jedes Kind wird mit seinen persönlichen Bedürfnissen wahrgenommen und unterstützt. Die Kindertrauerguppe bietet Kindern die Möglichkeit, sich mit anderen Kindern, die ähnliches erlebt haben, auszutauschen. Kinder erfahren so Gemeinschaft und dass sie nicht alleine sind mit ihren Gedanken, Gefühlen und Sorgen.

Die Gruppe soll Mädchen und Jungen ansprechen, die einen nahen Verwandten oder einen Freund durch Tod verloren haben. Sie ist für Kinder von sieben bis zwölf Jahren gedacht.

Die Trauergruppen finden über 10 Treffen im Mehrzweckraum des Kinderhauses St. Stephan in Alburg, Klostergasse 12 statt.

Der Franziskus Hospiz-Verein Straubing-Bogen e.V. führt im Herbst 2017 wieder eine Trauergruppe für Kinder durch. Dazu hat im Kinderhaus St. Stephan in Alburg am Freitag, 15. September 2017 ein Info-Nachmittag stattgefunden.
Dabei wurde ein kurzer Überblick über den Verlauf einer Gruppenstunde gegeben. Anschliessend konnten Interessenten, Angehörige, betroffene Eltern und Kinder mit der speziell ausgebildeten Kindertrauer-Begleiterin ins Gespräch kommen. Die Gruppe startete am 29. September 2017 im Kinderhaus St. Stephan in Alburg.

Vor der Teilnahme an einer Kindertrauergruppe ist ein Gespräch zur Einschätzung der individuellen Situation und den persönlichen Bedürfnissen des Kindes mit einem Erziehungsberechtigten erforderlich. Bitte vereinbaren Sie hierfür einen Termin mit der Leiterin der Kindertrauergruppen, Frau Nicole Aich unter der Telefonnummer 0151/22722631 oder 09961/9439779.

Die Teilnahme an der Kindertrauergruppe ist kostenfrei und religionsunabhängig.

Nach wie vor werden vom Franziskus Hospizverein auch Kindereinzelbegleitungen bei Trauerfällen angeboten (siehe oben).